Zukunftschancen nutzen. Modellregion Oberlausitz-Niederschlesien.
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Wirtschaftsstruktur

Die Region Oberlausitz-Niederschlesien weist eine sehr unterschiedliche Wirtschaftsstruktur auf:

  • Der Norden und Nordosten ist durch den inzwischen stillgelegten Braunkohletagebau geprägt, vor allem dieser Raum leidet unter dem Strukturwandel nach 1990 und dem damit verbundenen Arbeitsplatzverlust. Die Braunkohletagesstätten werden zurzeit zu einer Seenlandschaft umgewandelt.
  • Im Süden und Südwesten herrscht ein kleinteiliger Branchenmix vor, der von hoch spezialisierten und zukunftsfähigen Unternehmen aus der Textilindustrie und dem Maschinen- und Fahrzeugbau dominiert wird.

Die Wirtschaft in der Region wird von kleinen und mittelständischen Unternehmen dominiert, es gibt in der Region kein Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten. Die zukunftsfähigen Unternehmen im Süden können nur durch die Konzentration auf innovative Produkte im Wettbewerb bestehen. Forschungsbemühungen und die Vernetzung der Unternehmen, sowie Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen müssen zukünftig intensiviert bzw. stärker gefördert werden um neue Absatzmärkte zu erschließen. Besonders wichtig ist hierbei eine Konzentration auf Schwerpunktbranchen und die Vermeidung von Parallelentwicklungen. Kritischer gestaltet sich die Situation im Norden der Region, wo aufgrund der dünnen Besiedlung und der schlechten Verkehrsanbindung auch zukünftig größere Investitionen ausbleiben werden.

Die Region im Vergleich

Lokale Beschäftigung und Exportbasis in ostdeutschen Regionen

Entwicklung der Exportbasis in ausgewählten Regionen
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Die Gesamtbeschäftigung der Region liegt deutlich unter dem durchschnittlichen Beschäftigungsniveau in Ostdeutschland (270 zu 305 Beschäftigten pro 1.000 Einwohnern). Damit erreicht die Region Oberlausitz-Niederschlesien nur 88% des ostdeutschen Wertes, im Vergleich zum westdeutschen Wert sogar nur 81%.


Von besonderer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region ist die Beschäftigung in der Exportbasis, da diese im Gegensatz zu der lokalen Beschäftigung die wirtschaftliche Dynamik und das Entwicklungspotential widerspiegeln. In der Region liegt der Anteil mit 114 Beschäftigten pro 1.000 Einwohnern deutlich hinter dem bundesdeutschen und ostdeutschen Schnitt. Besonders in den Jahren nach der Wende sowie zu Zeiten des konjunkturellen Abschwungs zwischen 2001 und 2003 nahm dieser Wert aufgrund des Stellenabbaus im Kohlebergbau ab. Die Talsohle dieser Entwicklung ist inzwischen erreicht, so dass zukünftig kein weiterer Beschäftigungsabbau zu erwarten ist. Im Vergleich zu den anderen Regionen in Ostdeutschland belegt die Region Oberlausitz-Niederschlesien den 15. von 23 Plätzen, in Gesamtdeutschland den 83. von 97 Plätzen. Durch das Angrenzen an die wirtschaftlich starke Region Oberes Elbtal/Osterzgebirge ergeben sich erste Anknüpfungspunkte für eine überregionale Zusammenarbeit.


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