Zukunftschancen nutzen. Modellregion Oberlausitz-Niederschlesien.
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Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung in der Region zwischen 1990 und 2003
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Die Bevölkerung in der Region Oberlausitz-Niederschlesien hat zwischen 1990 und 2008 um 19,4% abgenommen. Für die Zukunft ist keine Besserung in Sicht: bis 2020 wird ein weiterer Bevölkerungsrückgang um 10,5% prognostiziert. Auch für die Zeit danach wird aufgrund der Altersstruktur und dem ungünstigen Geschlechterverhältnis mit einer Bevölkerungsabnahme gerechnet. Bereits heute ist die Anzahl der potentiellen Mütter in der Region zu gering, es fehlt eine mögliche Elterngeneration die das Bevölkerungsdefizit ausgleicht. Neben den niedrigen Geburtenzahlen sorgt die Abwanderung in die alten Bundesländer und zum Teil auch in andere Regionen in Sachsen für eine immer größere Bevölkerungsabnahme in der Oberlausitz-Niederschlesien-Region.

Je nach Lage in der Region verläuft die Bevölkerungsentwicklung unterschiedlich: Während die prosperierenden Umlandgemeinden von Dresden im Südosten der Region zukünftig mit einem Bevölkerungswachstum planen können, verlieren vor allem die Gebiete im Nordosten seit vielen Jahren Einwohner. Zwischen 1990 und 2008 hat der Landkreis Bautzen 16,1% der Einwohner verloren, während die Einwohnerzahl im Lankreis Görlitz mit 23,0% deutlich stärker abnahm. Negativbeispiel ist die Große Kreisstadt Hoyerswerda, deren Einwohnerzahl zwischen 1990 und 2008 um 43,2% schrumpfte.

Die Bevölkerungsdichte in der Region liegt zwischen 75 (ehemaliger Landkreis Niederschlesischer Oberlausitzkreis) und 212 (ehemaliger Landkreis Löbau-Zittau) Einwohnern pro km², auf Gemeindeebene gibt es noch wesentlich dünner besiedelte Gebiete. Vor allem die dünn besiedelten Gemeinden im Nordosten leiden unter der Bevölkerungsabnahme, so dass hier in Zukunft eine Anpassung der Infrastruktureinrichtungen vorgenommen werden muss. Besonders betroffen sind hierbei öffentliche und private Dienstleistungen, Einzelhandel, Wohnungsmarkt, Verkehr und technische Infrastruktur.  


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